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Wohin Pharma sein Werbegeld steckt.

Die deutsche Pharma-Branche hat 2024 rund 496 Millionen Euro in Werbung investiert — aber nur etwa 14 % davon digital. Der größte Teil fließt weiter in TV und Print, während die Kaufrecherche längst online und in KI-Antworten stattfindet. Die Zahlen, quellen-belegt.

Ein halbe-Milliarde-Euro-Werbemarkt.

Pharma ist einer der großen Werbetreibenden Deutschlands. Das Volumen ist stabil bis leicht wachsend — die Frage ist nicht, ob investiert wird, sondern wo.

496,3 Mio. €
Pharma-Bruttowerbeausgaben in Deutschland 2024
255,8 Mio. €
bereits im ersten Halbjahr 2025 — auf Kurs für ein leichtes Plus
~14 %
davon fließen in digitale Kanäle — der Rest bleibt klassisch
Quelle: Nielsen, Werbeausgaben Pharma (Bruttowerbeausgaben, Auswahl Gesundheit + Pharmazie), Zeitraum 01.01.2024–30.06.2025. Werte gerundet.

86 % analog. 14 % digital.

TV und Print dominieren den Pharma-Werbemarkt fast vollständig. Auffällig: Der Digital-Anteil wächst nicht — er ist von 2024 auf das erste Halbjahr 2025 sogar leicht gesunken, während TV zulegte. Das läuft dem Konsumverhalten entgegen.

MediengattungAnteil 2024Anteil H1 2025
Zeitungen29,6 %21,3 %
TV (Fernsehen)26,0 %37,5 %
Publikumszeitschriften22,5 %20,6 %
Digital (Desktop + Mobile)13,9 %13,1 %
Fachzeitschriften2,4 %2,4 %
Plakat / Out-of-Home1,8 %1,3 %
Radio1,7 %1,1 %

Print allein (Zeitungen, Publikums- und Fachzeitschriften) machte 2024 rund 54 % aller Ausgaben aus. Zusammen mit TV, Radio und Plakat entfallen rund 86 % auf klassische Offline-Kanäle.

Quelle: Nielsen, Werbeausgaben Pharma. Anteile auf Basis der Bruttowerbeausgaben je Zeitraum. Balken: relativer Anteil 2024.

Ein Akteur, fast nur Print.

Die Ausgaben sind hoch konzentriert — und der größte Werbetreibende setzt fast ausschließlich auf Print. Wer digital investiert, sind überwiegend Versandapotheken und Telehealth-Plattformen, nicht die klassischen Markenhersteller.

197 Mio. €
PharmaSGP (2024 + H1 2025) — größter Werbetreibender, fast vollständig Print
~2,8×
so groß ist dieses Print-Budget gegenüber dem gesamten Pharma-Digitalmarkt eines Jahres (~69 Mio. €)
DocMorris
Shop-Apotheke
die digital-affinsten Groß-Spender sind Vertriebsplattformen, keine Hersteller

Hersteller wie GlaxoSmithKline (53,5 Mio. €), Pfizer (38,3), Procter & Gamble (32,8), Reckitt Benckiser (19,2) und Klosterfrau (10,5) bleiben überwiegend TV- und print-lastig. Heißt: Die Markenhersteller — die typischen Auftraggeber im OTC-Marketing — haben digital noch kaum aufgerüstet. Der Raum ist offen.

Quelle: Nielsen, Werbeausgaben Pharma. Werte gerundet, kumuliert 2024 + H1 2025.

0 % dort, wo gefragt wird.

Der entscheidende blinde Fleck: Während Millionen Gesundheitsfragen monatlich in KI-Assistenten gestellt werden, investiert die Branche in Sichtbarkeit dort praktisch nichts. Die Werbe-Euros und die Aufmerksamkeit der Konsumenten driften auseinander.

87 Mio.
KI-Konversationen mit Gesundheitsbezug pro Monat in Deutschland
21,3 Mio.
davon monatlich konkret zu Arzneimitteln (OTC, NEM, Rx)
~0 %
erkennbarer Anteil der Pharma-Werbebudgets in KI-Sichtbarkeit (GEO)

Genau hier setzt Generative Engine Optimization an: in KI-Antworten genannt zu werden, bevor die Marke überhaupt gesucht wird.

Quelle KI-Nutzung: Smile AI / Kaske Group, „AI Visibility Studie 26“ (Stand 02/2026). GEO-Spend: eigene Einordnung auf Basis der Nielsen-Kanalstruktur.

Print ist nicht falsch — als Monokultur ist es eine Wette auf gestern.

Für etablierte Performance-Modelle funktioniert Print messbar. Doch ein Markt, der seinen Digital-Anteil sinken lässt, während die Kaufentscheidung online und in KI-Antworten fällt, verschenkt strukturell Reichweite. Wir verlagern keine Budgets blind ins Digitale — wir zeigen datenbasiert, welcher Euro online oder in KI mehr Abverkauf bringt als der nächste Print-Euro. Mehr dazu unter Pharma Marketing und Healthcare Digital Marketing.

Nach Nielsen-Daten lagen die Bruttowerbeausgaben der Pharma- und Gesundheitsbranche 2024 bei rund 496,3 Mio. €. Im ersten Halbjahr 2025 waren es bereits 255,8 Mio. € — auf Kurs für ein leichtes Plus.

Klassische Kanäle. 2024 entfielen rund 54 % auf Print (Zeitungen, Publikums- und Fachzeitschriften) und 26 % auf TV. Zusammen mit Radio und Plakat machen Offline-Kanäle rund 86 % aller Pharma-Werbeausgaben aus.

Nur rund 14 %. 2024 flossen 13,9 % der Pharma-Werbeausgaben in digitale Kanäle (Desktop und Mobile), im ersten Halbjahr 2025 sank der Anteil leicht auf 13,1 %. In KI-Sichtbarkeit (GEO) investiert die Branche bisher praktisch nichts — bei monatlich rund 21,3 Mio. KI-Anfragen allein zu Arzneimitteln.

Einordnung statt Rohdaten

Diese Zahlen sind der Ausgangspunkt, nicht die Antwort. Im Workshop übersetzen wir Marktdaten in eine konkrete Go-to-Market-Entscheidung für Ihr Produkt — mit durchgerechnetem Business Case. Weitere Marktverschiebungen unter Markt-Insights.